# Shoppingverse Does SA: Tag 8 – Der Traumstrand

Coffin Bay National Park-2Das Elend aller Camper, man wird wach und muss sich erst einmal etwas anziehen, um zu den Toiletten zu gehen. Meine Augen stehen um diese Uhrzeit noch auf Halbmast und ich trete als erstes in Roo Poo, als ich aus dem Camper klettere. So viel zu dem putzigen Besuch heute Nacht.

Wir machen uns zügig fertig und wollen früh los. Die verpasste Zeit von gestern etwas aufholen.
Unser erster Weg heute geht zum berühmten Oyster Walk, der einmal um Coffin Bay und die alte Stadtsiedlung führt und einen Einblick in die Austernzucht und deren Entwicklung von Coffin Bay gibt. Austern sind das Aushängeschild von Coffin Bay (Und nein, es ist nicht der gestrige Pizza Imbiss *g*) und wirklich überall erhältlich.

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Selbst im Kiosk kann man hier frische Austern kaufen, wie in Deutschland eine Bifi an der Tankstelle.

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Doch Coffin Bay hat noch mehr zu bieten, als nur kulinarische Highlights (und nein, die Pizza gehört auch dieses mal nicht zum Highlight *g*)

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Coffin Bay hat einen der wohl schönsten National Parks, die ich jemals in Australien gesehen habe.
Hier scheint es alles zu geben. Hohe Klippen, die halsbrecherisch und gefährlich in Meer hinausragen. Massive Sanddünen, die geradezu zum Sandboarden einladen. Großartige Spots für Angler. Flache und ruhige Gewässer mit türkisfarbenem Wasser, das ideal ist dein Kanu auf große Tour zu nehmen. …und die wohl atemberaubendsten Strände, die ich an dieser Stelle NIE vermutet hätte.

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Von Coffin Bay aus gibt eine 20km lange asphaltierte Strecke, die in den Nationalpark hineinführt und die uns zu unbeschreiblich schönen Plätzen, wie Avoid Bay und Point Avoid führt. Nicht zu vergessen zu Almonta Beach, einem Strand, der mich sprichwörtlich ein wenig zum Weinen brachte, so schön war es da. Unendliche Weite, weißer Sand, riesige, hereinrollende Wellen und eine Wasserfarbe, die man sonst nur von Fototapeten kennt. Wahnsinn.

Dieser Strand lässt mich erahnen, wie wunderschön der 7 Mile Beach hier sein muss. Leider können wir dort nicht hin. Auch in diesem Nationalpark, ist die Mehrheit der Straßen nicht asphaltiert und definitiv nicht geeignet für unseren Camper (wir haben es versucht, aber kamen nicht weit).
Für den 7 Mile Beach sind ausschließlich 4WDs zugelassen und auch nur mit Schaufel und entsprechendem Equipment. Es wird geraten, dass lediglich erfahrene 4WD Fahrer diesen Strand befahren, da man einen Teil der Coffin Bay Sanddunes überqueren muss. Es klingt nach dem perfekten Tagestrip für mich, doch es bleibt wohl leider ein Traum.

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Wir bleiben eine Ganze Weile an unserem Traumstrand und genießen einfach. So lange, bis die Batterie meiner Kamera nach Strom verlangt. Wir würden beide am liebsten einfach bleiben, doch an diesem Tag haben wir noch einiges an Kilometern zu fahren. Unser nächstes großes Ziel sind die Flinders Ranges.

Auf unserem Weg kommen wir an Port Lincoln vorbei. Wieder einmal ein Ort, dem eine ganze Tourismusbroschüre gewidmet wurde. Zahlreiche Seiten machen neugierig auf das, was uns erwarten soll. Es ist kurz nach 16 Uhr, als wir ankommen und es ist noch immer ziemlich heiß.
Kinder springen vom Pier am Stadtstrand ins kalte Wasser. Im eingegrenzten und abgesicherten Schwimmbereich ist reger Betrieb. Wieder einmal ein Hinweis, dass Haie hier jederzeit erwartet werden könnten. Ich sehe hier auch zum ersten Mal ein Warnschild, dass auf die Gefahr hinweist.

Als Südaustralier muss man vielleicht auch nicht unbedingt darauf hingewiesen werden. Und soviel „ausländischen“ Tourismus gibt es hier auch nicht. Bislang sind wir immer die einzigsten mit „fremdem“ Akzent und gemietetem Camper. Sozusagen zwei bunte Vögel, die auffallen wie bunte Hunde. *g*
Wird in Melbourne noch politisch Korrekt nach „Do I spot an accent?“ gefragt, so fragt man hier ganz offen und unverblümt wo wir denn herkommen. Auf die Idee, dass auch wir in Australien leben, kommt niemand. *g*

In Port Lincoln decken wir uns wieder mit Vorräten ein und machen uns wieder auf den Weg.
Etwa 170 km später, gegen kurz nach 19 Uhr, beschließen wir diese Nacht in Arno Bay zu verbringen. Wieder ist es eine Campsite mit direktem Zugang zum Meer. Der Wind ist heute Abend so stark, dass er mich fast umbläst, doch einen Spaziergang am Strand kann ich mir nicht entgehen lassen. Ein schöner Abschluss für den Tag.

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