Neue Wege beschreiten

Miss Shoppingverse am Albert Park Lake
Miss Shoppingverse am Albert Park Lake

Es braucht manchmal seine Zeit, bis man herausfindet was man will. Hat man es dann gefunden, muss man mitunter seinen ganzen Mut aufbringen, um auch wirklich Nägel mit Köpfen zu machen.

In meinem Fall suchte ich bereits seit einigen Jahren (um genauer zu sein, seit ich wieder in Melbourne bin). Nach was? Nun, das konnte ich nicht genau definieren, doch ich fühlte mich nicht mehr ausgefüllt, gefordert und ich hatte das Gefühl zu stagnieren – beruflich wie auch auf persönlicher Ebene. Ein sch… Gefühl.

Im vergangenen Jahr nahm ich dann an einer Challenge teil die, wie ich nun weiss, mein Leben in vielerlei Hinsicht veränderte. Ich wurde wieder fitter, gesünder, doch vor allen Dingen, fand ich wieder mich selbst und auch Freunde, die diese Leidenschaft teilen.

Früher war ich ziemlich sportlich und auch schon immer daran interessiert nicht nur Sport zu machen, sondern auch die Techniken, Funktionen und Theorien zu lernen, die mir erklären, warum mein Körper dieses und jenes tut oder eben auch manchmal mit Schmerz reagiert. Als ich jünger war, wollte ich daher auch immer Physiotherapeut werden.

Nun, es kam anders und irgendwie endete ich dann beruflich „im Internet“.

Long Story short…

Für ein erneutes Studium zum Osteotherapeuten oder Physiotherapeuten fühlte ich mich nun aber doch zu alt. Nochmals 4-5 Jahre studieren ist nun wahrlich nicht mein Traum. Was dem allerdings sehr, sehr nahe kommt, ist ein Studium zum Remedial Massage Therapist mit anschließender Ergänzung zu Myotherapy.

Mein „geheimes“ Projekt an dem ich seit einigen Monaten arbeite

Seit Februar diesen Jahres drücke ich neben meinem eigentlichen Job nun wieder die Schulbank.

Uff, nun ist es raus. Seit Wochen liegt nun dieser Post schon in meinen Drafts und irgendwie wusste ich nicht, wie es erzählen soll.

Mein direkter Freundeskreis reagierte gemischt auf meine News, als ich es ihnen zu Beginn des Jahres erzählte.
Ich kann es ihnen auch nicht verübeln, denn rein karrieretechnisch ist dies nun vielleicht nicht der klügste aller Schritte und für einen Außenstehenden auch schwer nachzuvollziehen.

Ich habe zu Beginn selbst mit mir gehardert…

Es verging eine ganze Weile, in der ich die Pros und Cons innerlich durchging und mich fragte, ob ich es machen soll.Am Ende gab ich mir einfach einen Ruck und sprang ins kalte Wasser. Ich hatte ja nichts zu verlieren. Meinen Job habe ich ja noch.

Hat es sich gelohnt? Nun… Ich war lange nicht mehr so happy, so ausgeglichen und so zufrieden mit meinem Leben. Zum ersten Mal seit langer, langer Zeit freue ich mich auf das was die Zukunft bringt. Wer von euch kann das schon jeden Tag von sich behaupten!?

Es ist zugegebenermaßen recht stressig, Job und Study unter einen Hut zu bekommen, besonders da ich nun auch mit Praxisstunden in der Clinic anfangen werde.

Mein Freundeskreis kommt daher gerade etwas zu kurz, ganz einfach weil mir die Zeit (und manchmal auch die Energie) fehlt, am Abend oder Wochenende auszugehen.
Doch es ist ja nicht für lange. Wenn ich im Zeitplan bleibe, bin ich Anfang März nächsten Jahres fertig. #Daumendrücken

So, nun ist es raus und mir fällt ein kleiner Stein von den Schultern.

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1 Comment

  • Was ist schlimm, wenn jemand nicht nach Kariere* giert, sondern die Erfüllung sucht und evtl. findet?
    daher einfach viel Spaß bei der neuen Herausforderungen

    *=die kann ja auch im neuen Bereich noch kommen

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